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Schönebeck

Schönebeck: Mit den früheren Namen "Sconenbeke" bzw. "Schonenbeke" ist nichts anderes als der "schöne Bach" gemeint. Entsprechend spielt auf dem Wappen der goldene Wellenbalken auf den Bach, die Sonne auf die Schönheit an. Amtlich überliefert ist der Name erst seit 1795. Schönebeck gehörte vor der Eingemeindung 1915 zur Bürgermeisterei Borbeck    Wir wohnen im schönen Schönebeck       Wappen Stadt Essen 

Bevorzugte Lage am Hang, umgeben von naturgeschützten Tälern: Schönebeck ist beschaulich. Die industrielle Vergangenheit erschließt sich nicht sofort

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Schönebeck ist ein westlicher Stadtteil der Stadt Essen. Er wird im Westen von Bedingrade und Mlüheim an der Ruhr-Dümpten, im Norden von Borbeck-Mitte und Bochold, im Osten von Altendorf und Frohnhausen (Borbecker Mühlenbach) und im Süden von Mülheim an der Ruhr-Winkhausen (Rosendeller Bach) begrenzt. Schönebeck liegt auf der zweithöchsten Anhöhe Essens (nach dem Pastoratsberg von Essen-Werden) über dem Winkhauser Tal.

Geschichte

Der Name Schönebeck ist seit 1795 amtlich überliefert. Zu dieser Zeit war der Ort eine Bauernschaft mit 259 Einwohnern. Er gehörte seit dem 1. September 1808 zur Bürgermeisterei Borbeck, die 1915 nach Essen eingemeindet wurde. Heute hat der Stadtbezirk IV Borbeck – mit den Stadtteilen Bedingrade, Bergeborbeck, Bochold, Borbeck-Mitte, Dellwig, Frintrop, Gerschede, Schönebeck – etwa 90.000 Einwohner.

Bergbaugeschichte

Seit Beginn der Industrialisierung ist Schönebeck vom Bergbau geprägt. Die Anfänge des modernen Bergbaus im Ruhrgebiet reichen zum Anfang der 1830er Jahre zurück, als es dem Industriellen Franz Haniel in Schönebeck gelang, zum ersten Mal die Mergeldecke zu durchstoßen. Neben dem Schurfschacht Franz und dem Versuchsschacht Kronprinz entstand nördlich des Terrassenfriedhofs der alte Schacht Wolfsbank, der bereits 1896 wieder geschlossen wurde. An der Aktienstraße wurde in den Jahren 1901 bis 1903 der Schacht Kronprinz als Schacht 3 der Mülheimer Zeche Rosenblumendelle neu abgeteuft. Während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigte auch der Mülheimer Bergwerks-Verein als Eigentümer der Zeche ausländische Zwangsarbeiter, für die an der Heißener Straße 222 ein Lager errichtet worden war. Im Zuge der Bergbaukrise wurde die Zeche 1961 stillgelegt.

Arbeitersiedlungen

Noch heute erinnern im Kern erhaltene Arbeitersiedlungen an die industrielle Tradition des Stadtteils. Sie befinden sich an der Altendorfer Straße / Fliegenbuschweg / Riekenbank / Kreftenscheerweg und am Rötterhoven / Aktienstraße. Die Siedlung an der Ardelhütte / Schacht-Kronprinz-Straße / Schönebecker Straße führt unter dem Namen Bergbaukolonie Schönebeck e. V. ein auf die Pflege bergmännischer Kultur ausgerichtetes sozialorientiertes Vereinsleben.

Siepentäler

Städtebaulich sind die vergangenen Jahrzehnte vom Kampf um die Erhaltung der für das nördliche Ruhrgebiet einzigartigen Siepentäler bestimmt, die immer wieder von anderen als Grünplanungen bedroht sind. Vor allem das städteübergreifende Winkhauser Tal hat sich bis heute gegen Autobahnplanung („Ostfriesenspieß Emden-Bottrop-Bonn") sowie Gewerbe-, Deponie- und andere Bauvorhaben behaupten müssen. Im Jahr 1984 wurden die 32,9 Hektar großen Talzüge Schönebecker Schlucht, Kamptal und Winkhauser Tal wegen ihrer überragenden ökologischen Bedeutung unter Naturschutz gestellt. Auf Mülheimer Seite erfolgte die Unterschutzstellung des Winkhauser Tals erst nach der Jahrtausendwende.

Wappen

Blasonierung: „Geteilt in Rot und Grün durch einen goldenen (gelben) Wellenbalken, oben eine goldene (gelbe), das Feld ausfüllende, zwölfstrahlige Sonne mit silberner (weißer) Korona.“

Das Wappen wurde von Kurt Schweder entworfen und hatte nie offiziellen Charakter. Ende der 1980er Jahre schuf der Heraldiker für alle Essener Stadtteile Wappen. Sie sind inzwischen von der Essener Bevölkerung gut angenommen worden.

Bedeutung: Die früheren Schreibweisen „Sconenbeke“ und „Schonenbeke“ liefern eine eindeutige Namensdeutung; gemeint ist der schöne Bach. Das Wappen deutet auf den Namen hin. Die strahlende Sonne steht für „schön“ und der Wellenbalken für den Bach „Schönebecke“ im Naturschutzgebiet Schluchttal.

Schönebeck heute

Die Versorgung der Wohngebiete mit Lebensmittel- und Möbelgeschäften, Baumarkt, Schnellrestaurant, Poststelle und Tankstellen erfolgt von den Hauptverkehrsstraßen am Rand des Stadtteils. Dort befindet sich auch die Firmenzentrale der Firma Heinrich Deichmann-Schuhe. Im Siedlungsgebiet selbst befinden sich nur noch vereinzelt Geschäftsbetriebe.

Kirchen und Schulen

Die Evangelische Kirchengemeinde Essen-Bedingrade-Schönebeck und die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius Abbas machen als größte Kirchengemeinden nicht nur geistliche und sozialkulturelle Angebote, sie bieten auch Kindertagesstätten. An Grundschulen stehen der Abzweig der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Bedingrade / Schönebeck an der Heißener Straße 49 und die städtische katholische Eichendorffschule an der Heißener Straße 74 zur Verfügung. Weiterführende Schulen aller Schulformen sind im Stadtbezirk Borbeck erreichbar.

Terrassenfriedhof

In die Siepentäler eingebettet ist der Terrassenfriedhof, auf dem mehr als 2000 Opfer von Krieg und Zwangsherrschaft begraben sind. Inzwischen ist er vor diesem Hintergrund Ziel von alternativen historischen Stadtbegehungen geworden.

Vereine

Im Stadtteil Schönebeck ist aus der Fusion von VfB 1919 Borbeck und SC Grün-Weiß Schönebeck hervorgegangene SG Essen-Schönebeck 1968 e. V. mit zahlreichen Sparten der größte Verein entstanden. Die Damenmannschaft spielt in der ersten Fußball-Bundesliga. Im Jahr 1959 wurde das Schönebecker Jugendblasorchester gegründet, das seinen Sitz inzwischen in sein Vereinsheim nach Borbeck-Mitte an die Schlossarena verlegt hat.

 

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